Rebjahr - Winter
Ruhephase, Kontrolle und ökologische Verantwortung
Nach der Ernte beginnt für die Rebe die Regenerationszeit. Sie zieht ihre Nährstoffe aus den Blättern in Stamm und Wurzeln zurück. Dieser natürliche Rückzug schützt sie vor Frost und ermöglicht es ihr, Kraft für das kommende Jahr zu speichern.
Im Rebberg werden Netze entfernt, Drahtanlagen kontrolliert, Pfähle ersetzt und Schäden repariert. Eine stabile Drahtanlage ist die Grundlage für gesundes Wachstum im Frühjahr.
Gleichzeitig stehen wir vor zunehmenden Herausforderungen: längere Trockenperioden, Starkniederschläge, Extremwetter, neue Schädlinge wie Kirschessigfliege oder Japankäfer – und vor allem ein erhöhter Pilzdruck durch feuchtwarme Witterung. Pilzkrankheiten wie Echter - und Falscher Mehltau können ganze Ernten gefährden.
Umso wichtiger ist eine nachhaltige, biologische Bewirtschaftung. Wir fördern bewusst die Biodiversität – durch Begrünung, Nützlingsförderung und Vogelnistkästen. Auch Steinhaufen für Schlangen, Eidechsen, Marder, Iltis und andere Tiere, sowie „T-Stangen“ für Greifvögel haben wir errichtet. Ein vielfältiges Ökosystem stabilisiert das natürliche Gleichgewicht und stärkt die Widerstandskraft der Reben.

Zurück zum Kapitel
Die Lese
Zurück zur
Übersicht
Weiter zum Kapitel




