2019 - Die Zeichen der Zeit
Der Zunftvorstand hatte die Zeichen der Zeit erkannt und wollte bei der Bewirtschaftung der eigenen Rebberge vermehrt eine soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Viele Winzer der Region hatten bereits begonnen, konventionellen Rebbau durch ökologisch sinnvollen, biologischen Rebbau zu ersetzen. Der Vorstand der E. Zunft zu Rebleuten wollte diesen Trend unterstützen und entschied, den Rebbau unserer Zunft neu zu organisieren und auszurichten. Ein grosses Ziel mit viel Arbeit.
Da die biologische Bewirtschaftung der Rebberge auch eine biologische Weinkelterung voraussetzt, musste ein bio-zertifizierter Kelterbetrieb gefunden werden. Nach verschiedenen Abklärungen und Gesprächen vom Rebmeister mit Winzern konnte Antoine Kaufmann von der neuen Klus 177 für eine längerfristige Zusammenarbeit gewonnen werden. 2017 übernahmen Antoine und Irene Kaufmann die Domaine Nussbaumer mit der Zielsetzung, das erste biologisch-dynamische Weingut der Region zu werden. Anfang 2019 wurde das Weingut umgebaut und in Klus 177 umbenannt.

In Biel-Benken aufgewachsen, ist Antoine Kaufmann nach 32 Jahren Weinbau-Erfahrung in verschiedenen Anbauregionen, in seine Heimat zurückgekehrt. Nach Lehrlingsjahren in Neuchâtel und Sion sammelte er internationale Erfahrungen im Veneto, in Australien, im Napa Valley und im Haut-Médoc. Nach seiner Promotion in Önologie und Weinbau an der Fachhochschule in Changins bei Nyon wurde die Provence für 20 Jahre seine Wahlheimat.
Die Klus 177 hatte bereits Erfahrung im Bio-Rebbau und produzierte ausschliesslich Bio-, respektive Demeter-Weine.
Auch im Sinne einer Minimierung des Klumpenrisikos machte die Zusammenarbeit mit der Klus 177 Sinn. Dieser Betrieb konnte uns aufgrund seiner Grösse eine Kontinuität garantieren, die für die Zunftwinzer essentiell war.
Die Zunftwinzer konnten im Hauptgebäude des Erlenhof einen Kellerraum für das gesamte Material mieten. Dieser Raum wurde vom Materialchef komplett renoviert und an die Bedürfnisse der Zunftwinzer angepasst.
Auch im Vorstand der Zunftwinzer gab es Veränderungen. Der Obmann Kurt Schwaninger, der Chef Rebberg Urs Hämmerle und der Schreiber Roger Meier gaben nach vielen Jahren unermüdlicher Arbeit ihren Rücktritt per Ende Jahr bekannt. Sie wollten neuen Ideen und jungen Zunftwinzern Platz machen. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön und grossen Respekt für die geleistete Arbeit.
Ad interim übernahm Hansruedi Fuhrer das Amt Chef Rebberg für das Jahr 2020 bis zur ordentlichen Wahl eines Nachfolgers.
Kurt Schwaninger
Obmann
Hansruedi Fuhrer
Chef Rebberg
ad interims
Gregory Bachmann
Seckelmeister
Roger Meier
Scheiber
Christian Sigg
Materialchef
