2004 - Die erste Jungweindegustation
Im Februar fand die erste Jungweindegustation der Ernte 2003 mit folgenden Resultaten statt:
Charmont
Klar, leicht grün-gelb, etwas Ananas-Litschi Aroma, harmonische Säure, schöner Abgang, Wein mit Potenzial
Pinot Noir
Dunkle Farbe, spitze Frucht, schöne Aromatik (Dörrfrüchte)

Ende Juni konnten die ersten 68 Flaschen Charmont und 41 Flaschen Pinot Noir abgefüllt werden.
Bis im Juni konnten die Reben von einem sehr guten Klima profitieren. Anfang Juli suchten starke Unwetter die Schweiz heim. Am 21.Juli gab es im unteren Baselbiet, im Laufen- und im Birstal, ebenfalls ein grosses Unwetter. Ein starkes Gewitter, mittelschwerer Hagel und Sturmböen bis 100 km/h trafen auch den Rebberg der Zunft.
Ende September wurde die zweite Weinlese (Herbsten) durchgeführt. Die erst dreijährigen Reben erbrachten einen erstaunlichen Ertrag:
- Charmont: 726 kg und 760 Oechsle
- Pinot noir: 359 kg und 950 Oechsle
Für diese Mengen musste erstmals ein Traubenpass beantragt werden. Das Landwirtschaftliche Zentrum Ebenrain (BL) bestimmt im Traubenpass die Höchstmenge geernteter Trauben und die Mindestoechslegrade für verschiedene Klassen. Werden diese Vorgaben überschritten, beziehungsweise nicht erreicht, wird der Wein von AOC abklassiert und kann nur noch als Landwein aus der Klus angeboten werden.
Für den Zunft-Rebberg galten folgende Grunddaten:
Rebsorte
Fläche
Maximalertrag
Mindestoechslegrade
Pinot Noir
Charmont
600 m2
955 m2
600 kg
1'337 kg
70° Oe
65° Oe
Im Jahre 2018 wurden die Rebflächen neu vermessen. Das hatte für den Zunft-Rebberg folgende Konsequenzen:
Die Fläche des Charmont wurde von 955 auf 855 m² verkleinert. Damit reduzierte sich die erlaubte Höchstmenge von 1‘337 auf 1‘197 kg.
Die Fläche des Pinot Noir wurde von 600 auf 621 m2 vergrössert. Das ergab eine neue Höchstmenge von 621 kg.
