2002 - Die Arbeiten beginnen

Nun konnte die Arbeiten beginnen:

  • Bodenbearbeitung für eine gute Auswinterung
  • Entnahme von Bodenproben, um eine Analyse für die zukünftige Düngung zu erhalten.
  • Einbringung von Humus zur Geländeausebnung
  • Abklärung der Sortenfrage und Bestellung der entsprechenden Setzlinge
  • Verhandlungen mit dem bisherigen Bewirtschafter, U. Siegenthaler
  • Kostenabklärungen

Am 22. Januar 2002 fand eine Sitzung zur Auswahl der Rebsorten statt. Georg Richli wurde zum Bewirtschafter ernannt. Die Kelterung wurde an den Zunftbruder Nicolas Dolder vergeben, der die Domaine Nussbaumer in der Klus betrieb.

Folgende Sorten wurden zur Bepflanzung ausgewählt:

Für den Weisswein die Charmont-Traube

Es handelt sich um eine Neuzüchtung zwischen Chasselas (oder Gutedel) und Chardonnay. Die Züchtung erfolgte 1965 durch Jean-Louis Simon an der Station Federale de Recherches de Changins, dem Eidgenössischen Forschungsinstitut für Pflanzenbau. Die Rebe wird nur in der Schweiz angebaut. Die Trauben reifen früher als der Chasselas und ergeben einen eher neutralen, fruchtigen, säurearmen und eleganten Wein.

Für den Rotwein die Blauburgunder-Traube (Pinot Noir)

Die Sorte ist sehr alt und könnte auf die von Plinius beschriebene Rebe aus dem Gebiet südlich von Lyon zurückgehen. Die Sorte ist eher blütefest, etwas Botrytis anfällig und eher spätreif. Durch eine gute Selektion sind gesunde, ertragreiche, in der Traubenqualität wertvolle und resistentere Klone entstanden. Die Sorte ergibt rubinrote, gehaltvolle Rotweine mit fruchtigem Aroma und herrlichem Bouquet.

Aufteilung im Rebberg

Die Parzelle mit einer Fläche von ca. 1500 m² wurde wie folgt aufgeteilt:

    Charmont

    9 Reihen (ca. 440 Stöcke)

    Pinot Noir

    6 Reihen (ca. 270 Stöcke)

    In den Monaten Januar – Juni wurde der Rebberg mit der Hilfe vieler fleissiger Helfer angelegt. Unter Trommelwirbeln und dem Zunftbanner pflanzte der hochgeachtete Herr Meister, Fritz Peter Stähelin, am 08. Juni 2002, um 10.35 Uhr den letzten Rebstock.
    Am 12. April 2002 nahm die Weinbaugenossenschaft Aesch an ihrer GV die E. Zunft zu Rebleuten als Neu-Mitglied auf. Die Städter wurden auf dem Land willkommen geheissen.

    Den Rest des Jahres wurden die üblichen Arbeiten im Rebberg verrichtet. In den Monaten November und Dezember wurde die Drahtanlage montiert. Somit war der neue Zunft-Rebberg per Ende 2002 fertig, und alle Beteiligten freuten sich auf die kommenden Jahre.